Seit Jahrtausenden legen Mensch und Hund als Partner miteinander große Entfernungen zurück, sei es auf der Jagd oder auf der Suche nach neuem Lebensraum. Dazu ist unbedingtes Vertrauen nötig, gegenseitiger Respekt und wechselseitiges Verantwortungsbewusstsein.

All das kann man erahnen, nimmt man an einer Dogtrekking-Veranstaltung teil – doch was ist unter diesem Begriff eigentlich zu verstehen?

Dogtrekking ist Sport in seiner ursprünglichsten Form, nahe an der Wurzel aller Sportarten, der urzeitlichen Jagd.
Im Unterschied zu den bekannten Extremsportarten braucht man dazu allerdings kein teures Equipment, kein stylisches Outfit, keine jährlich anders designten Modeaccessoires. Was man dazu wirklich braucht, ist ein Minimum an Ausrüstung, die bei ein bisschen Pflege großteils jahrelang hält, den Willen, sich aus dem Schutz der Zivilisation in die Natur zu begeben und das Vertrauen und die Liebe zu seinem vierbeinigen Teampartner, der einem bei diesem Sport nicht nur Begleitung, sondern auch wertvolle Hilfe sein kann.
Die Chance, eine Beziehung zueinander aufzubauen, die weit über das hinausgeht, was man im Alltag voneinander erfahren kann, rechtfertigt so manche Unannehmlichkeit, die ein Outdoorsport wie Dogtrekking mit sich bringt. Viele Hundebesitzer sehen die Notwendigkeit, ihr Tier artgerecht zu bewegen, mit ihm gemeinsam Abenteuer zu erleben und die Freizeit sinnvoll und gesund zu nutzen.
Genau diese Anliegen werden beim Dogtrekking ideal erfüllt. Wandertouren mit Hundebegleitung sind allgemein verbreitet, viele Menschen nehmen ihren vierbeinigen Liebling auf diverse kleine und größere Touren mit.
Selten allerdings bekommt ein Hund dabei wirklich eine Aufgabe (zum Beispiel Zugarbeit zu leisten oder Gepäck zu tragen), oft laufen die Tiere frei, Teamarbeit zwischen Mensch und Hund ist also nicht unbedingt nötig, oftmals sogar gar nicht erwünscht.
Anders beim Dogtrekking: Hier wird der Hund als Teampartner betrachtet, der hilft, schwierige oder Kräfte raubende Abschnitte problemloser zu passieren und – wie bereits erwähnt – manchmal auch Gepäck zu tragen.
Die Zusammenarbeit zwischen Zwei- und Vierbeiner funktioniert auf der Basis von Kommandos und Zugarbeit ermöglichender Ausrüstung. Anders als beim Canicross (dem Geländelauf mit Hund über wenige Kilometer kurze, deutlich markierte Trails) geht es beim Dogtrekking darum, mit Hilfe einer Wegbeschreibung und einer Karte eine mindestens 80 Kilometer lange, vorgegebene Strecke zusammen mit seinem Hund auf die oben erwähnte Weise möglichst schnell zurückzulegen, wobei eine gewisse Anzahl bemannter und/oder unbemannter Checkpoints zu passieren sind.
Auch ein gewisses Mindestmaß an Gepäck ist hierbei vorgeschrieben (Pflichtausrüstung genannt). Unterwegs ist nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit entscheidend, sondern auch das Orientierungsvermögen, Taktik und vor allem die Teamfähigkeit, ist man doch während der gesamten Zeit mit dem vierbeinigen Teampartner wie beim Canicross (dem Geländelauf mit Hund) durch eine Leine verbunden.

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