Es ist immer wieder schön und schmerzlich zugleich, wenn eines unserer Events sich dem Ende zuneigt. Das Stake-Out, das eben noch einem brodelnden Hexenkessel glich, erinnert nun, da ein Auto nach dem anderen den Zeltplatz verlässt, auf einmal viel mehr an einen Baum im Oktober, der mit jedem kühlen Windstoß eines seiner Blätter einbüßt, bis er schließlich völlig nackt und kahl kaum mehr etwas mit dem saftig grünen Gewächs zu tun zu haben scheint, das er vor kurzem noch war.

Wenn dann auch noch das letzte Zelt abgebaut, der letzte Pflock aus der Erde gezogen und der letzte Gast verabschiedet ist, nehmen wir alle regelmäßig dieses unfreiwillige Wechselbad der Gefühle. Einerseits sind wir froh und erleichtert, es wieder einmal geschafft zu haben und freuen uns über unsere Erfolge, andererseits fällt es schwer ein wehmütiges Seufzen zu unterdrücken und irgendwann meist kurz bevor auch wir erschöpft in unsere Autositze sinken, sagt immer irgendjemand : “Eigentlich schade, dass es schon wieder vorbei ist…”

Aber spulen wir noch einmal zurück auf Anfang!

Das Wein4tler Dogderby, unsere Kombination aus Training und Rennen, fand gestern (11.03) und heute (12.03) bereits zum zweiten Mal statt. Bis auf den letzten Startplatz ausgebucht, versprach es bereits im Vorfeld eine sehr lebhafte Veranstaltung zu werden, die aus dem vergangenen Jahr offenbar in guter Erinnerung geblieben war. Neben vielen bereits bekannten Gesichtern, durften wir am Samstag auch einige Neuzugänge herzlich willkommen heißen, die unserem Ruf gefolgt und motiviert waren sich auf dem herrlichen Trail auszuprobieren. Nachdem das Event am späten Vormittag mit einer kleinen Ansprache und den wichtigsten Infos zum Ablauf und den einzuhaltenden Regeln eröffnet worden war, stand die etwa 4km lange Strecke den Teams den ganzen Nachmittag über zum freien Training zur Verfügung. Das Wetter hätte besser gar nicht sein können. Nachdem es die letzten Tage ergiebig geregnet hatte, war die Erde zwar feucht, nach einer trockenen Nacht und ein paar Sonnenstunden allerdings weit entfernt von rutschig. Wolken und Sonne wechselten sich den ganzen Tag über ab und die Temperaturen kletterten bis auf 10°. Gerade noch erträglich für die hitzeempfindlichen Vierbeiner, denen der Tatendrang bereits in die bunten Gesichter geschrieben stand. Als die Dämmerung hereinbrach, kehrte wieder etwas Ruhe am Stake-Out ein. Bei Grillwürstchen, Kotelett und Lagerfeuer ließ man in geselliger Runde noch einmal den Tag revue passieren, tauschte Erfahrungen aus und genoss die gemütliche Atmosphäre, die das Dogderby auch heuer wieder von Anfang bis Ende auszeichnete.
Nach einer mehr oder weniger bequemen Vollmondnacht kehrte am nächsten Tag kurz vor 08:00 morgens wieder Leben in die kleine Zeltstadt. Am Sonntag fand schließlich das Rennen statt, für das am Vortag noch fleißig trainiert wurde. Um 08:50 überquerte mit Tamara Mühlehner und Sky das erste Team die Startlinie. Der kurze, flache Trail zwischen Feldern und Wiesen war wie gemacht für hohe Geschwindigkeiten und so verwunderte es kaum, dass an diesem Tag viele Teams bereits nach weniger als 15 Minuten erschöpft aber zufrieden wieder ins Ziel liefen. Gewertet wurde in den Disziplinen Bikejöring, Scooterjöring mit einem Hund, Scooterjöring mit zwei Hunden und Canicross. Ein Kinderlauf und die Happydog-Klasse rundeten das Angebot ab. So war vom Nachwuchstalent, über den Einsteiger, bis hin zum erfahrenen Routinier für jeden die passende Herausforderung dabei.

Als alle Teams sich wieder am Stake-Out eingefunden hatten, die Hunde für ihre Leistungen auf dem Trail belohnt und gut versorgt, die eigene Lunge wieder mit Luft gefüllt und ein erstes Resümee für den gerade absolvierten Lauf gezogen waren, konnte auch schon die Siegerehrung bei Sonnenschein und guter Stimmung abgehalten werden. Dieser letzte Programmpunkt war wie immer begleitet von Worten des Danks und der Freude über die gelungene Veranstaltung. Und auch wenn wir Menschen es sind, die die Trophäen und Urkunden am Ende eines Rennens entgegennehmen, wissen wir doch ausnahmslos alle, wem sie in Wahrheit gebühren. Und wir wissen auch, dass diese wahren Helden, ihr Vertrauen in uns, ihre Freundschaft und ihre Bereitschaft jedes Mal aufs Neue einfach alles für uns zu geben, der eigentliche Gewinn in unserem Sport sind!

Der Vorstand bedankt sich bei allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, unseren Sponsoren und natürlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Den Siegern und selbstverständlich auch allen anderen Teams gratulieren wir herzlich zu ihren Leistungen.


Alle Ergebnisse

 

Siegerehrung SC1: Tamara Mühlehner (1.), Radek Sedlak (2.), György Sipiczki (3.)

 

Siegerehrung SC2: Tamara Mühlehner (1.), Arnold Fichtinger (2.), Lukas Mikulic (3.)

 

Siegerehrung CCM: Gregor Goldmann (1.), Alen Mrzic (2.)

 

Siegerehrung CCW: Petra Bergauer (1.), Bettina Thiel (2.), Daniela Toifl (3.)

 

Canicross: Gregor Goldmann 

 

Scotterjöring 1: György Sipiczki

 

Scooterjöring 2: Claudia Fuchs

 

 

Bikejöring M: Mario Fleischhacker

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Neben dem – bereits weit über die Grenzen Österreichs hinaus bekannten – Triathlonbewerb „Irondog“ organisiert „Racedogs Austria“ auch Canicross-, Bikejöring- und Dogtrekkingrennen. Trainingslager und Seminare zu verschiedenen relevanten Themen runden das Angebot unseres Vereins ab.